Sitten & Bräuche - DJ72 - 2014

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Der Hochzeits-DJ

Sitten & Bräuche

Hand aufs Herz. Wer schaut ihr nicht nach, bleibt nicht stehen, wenn die schöne Braut ganz in weiß mit einem Blumenstrauß im Arm vorbeischreitet? Wenn die Hochzeitsglocken läuten, dann soll das Glück bringen für alle, die zuhören. Hochzeitsbräuche, Aberglauben oder Tradition? Was tut es zur Sache? Wir fürchten uns nicht mehr so sehr vor Dämonen und Geistern und trotzdem haben wir an den alten Sitten festgehalten.

Hier ein paar der Sitten und Bräuche und was sie bedeuten.

Brautstrauß werfen
Die Braut wirft ihren Brautstrauß unter die umstehenden, unverheirateten Frauen. Welche den Strauß fängt, wird wohl als nächste heiraten. Beweise dafür gibt es aber nicht.

Brautjungfern ...
... sind noch unverheiratete Mädchen, die die Braut in die Kirche begleiten. Sie sollen Geister, die der Braut böses wollen, von der Braut ablenken. Um das zu erreichen, müssen die Brautjungfern Kleider tragen, die dem der Braut sehr ähnlich sind.

Blumenkinder
Das Streuen von frischen Blumen oder Blütenblättern ist ein alter heidnischer Brauch. Der Duft der Blumen sollte Fruchtbarkeitsgöttinnen anlocken, die dem Brautpaar reichlich Nachwuchs bescheren.

Der Bräutigam darf das Brautkleid nicht sehen, ...
... denn das würde Unglück bedeuten. Ein zäher Aberglaube, der etwas mit dem bösen Blick zu tun hat, den man den Dämonen, nicht dem Bräutigam andichtete, die allzu gern das Schöne zu vernichten suchten.

Dosen ans Auto hängen
An das Brautauto werden leere Blechdosen mit einer Schnur befestigt. Das Scheppern teilt allen mit, hier fährt ein Hochzeitspaar.

Eheringe
Schon im vorchristlichen Rom war der Ring ein Unterpfand der Treue für die liebenden Eheleute. Auch sollte er die ewige Verbindung symbolisieren.

Entführung der Braut
Ein guter Freund entführt die Braut bei der Hochzeitsfeier in ein nahegelegenes Lokal. Bei der Entführung werden die beiden von Hochzeitsgästen begleitet. Kommt nach einigem Suchen der Bräutigam, muss er seine Frau mit etwas Aufwand auslösen. Zum Beispiel sollte er drei Wünsche der Braut erfüllen (4 Wochen Geschirr abwaschen oder staubsaugen, usw.), seinen Lieblingswitz erzählen oder ein Lied singen.

Etwas Altes, Etwas Neues, Etwas Geliehenes, Etwas Blaues
Eine Braut sollte vier Dinge am Hochzeitstag bei sich haben: etwas Altes, z. B. ein altes Familienschmuckstück, das für den Lebensabschnitt als ledige Frau steht. Etwas Neues, z. B. der Ehering, der das vor ihr liegende Leben als verheiratete Frau bezeichnet. Etwas Geliehenes, z. B. eine geliehene Halskette, dies soll als Zeichen der Freundschaft dienen. Und etwas Blaues, z. B. ein Strumpfband, als Sinnbild für die Treue.

Junggesellenabschied
Der Bräutigam verabschiedet sich vom Junggesellenleben. Meistens durchzechen er und seine Freunde eine Nacht in einer Gaststätte. Ein Go-Go-Girl kann eine nette Überraschung sein, aber es soll nichts übertrieben werden.

Myrtenkranz winden
Nur die unbescholtene Braut durfte ihn tragen. Nur sie wurde vor de Altar getraut. Wie wir wissen, war man bei den Jünglingen großzügiger.

Pfennige für die Brautschuhe
Wenn eine Braut ehemals ihre Schuhe mit Pfennigen bezahlte, war das ein Zeichen für den Bräutigam, dass er eine sparsame Frau zum treuen Weibe bekam, denn damals waren viele Leute arm und mussten wirklich Pfennig für Pfennig beiseite legen, um die Brautausstattung kaufen zu können.

Polterabend
Das Brautpaar lädt vor der Hochzeit seine Freunde ein, damit es sich aus dem Kreis der Unverheirateten verabschiedet. Der Name Polterabend kommt von "Poltern", denn Freunde zerscheppern an diesem Abend reichlich Porzellan. Dies soll Glück bringen und böse Geister werden vertrieben.
Mit Radau will man die bösen Geister vertreiben, die dem jungen Paar Unglück bringen könnten. Heute verzichtet man immer mehr auf das zerschlagene Porzellan, macht ein Feuerwerk, oder überlegt sich manch anderen Schabernack.

Reis werfen
Die Hochzeitsgäste werfen nach der Trauung Reiskörner. Dies soll nach alter Überlieferung die Fruchtbarkeit symbolisieren. Verüben Sie diesen Brauch aber nur vor der Kirche bzw. dem Standesamt, ansonsten könnten Sie Schwierigkeiten mit dem Putzpersonal bekommen.

Schleier abtanzen
Um Mitternacht findet der Schleiertanz statt. Beim Tanz wird der Braut der Schleier geraubt und in viele Stücke gerissen, um diese an die Brautjungfern und Freundinnen zu verteilen. Sie sollen symbolisch etwas von dem reichen Segen mitbekommen, den das Brautpaar an diesem Tag erhalten hat. Wer von den Brautjungfern das größte Stück Schleier erwischt, wird die nächste Braut.

Über die Schwelle tragen
Auch damit wollte man einst die bösen Geister, die unter der Türschwelle zu nisten pflegten, überlisten. Heute glaubt so mancher „Herr und Gebieter“, damit seinen Herrschaftsanspruch zu untermauern. Andere sehen dies wiederum als Versprechen, die Frau künftig zu verwöhnen.

Wenn der Regen auf den Schleier fällt ...
... ist eventuell ein atlantischer Tiefausläufer schuld, doch die Ahnen sagten: „Wenn es regnet am Altar, bringt das Unglück viele Jahr“.


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